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„Frontalangriff auf die FFA“ von Tabea Rößner: „Eklatante Schwächen in der Argumentation“

Mit einem „Frontal­an­griff auf die FFA“ bringe sich Tabea Rößner, die medien­po­li­tische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen, in die Debatte um die deutsche Filmför­derung ein, meldet Blickpunkt:Film. Rößner offenbare dabei „eklatante Schwächen in der Argumen­tation“. Über eine Presse­mit­teilung habe sie folgende Erklärung verbreiten lassen: „Das bisherige Misch­kalkül der Förderung von ein bisschen Wirtschaft und ein bisschen Kultur hat im Lichte der Fakten ausge­dient. Das eklatante Missver­hältnis auch auf Bundes­ebene zugunsten einer Stand­ort­för­derung, die sowohl tatsäch­liche Wirtschaft­lichkeit als auch den künst­le­ri­schen Anspruch links liegen lässt, darf nicht fortbe­stehen!“ Obwohl „Regis­seure und Produ­zenten von Kinohits regel­mäßig darauf verweisen, dass sie ihre Förde­rungen zurück­zahlen“, wie Rößner behauptet, sehe „die Wirklichkeit doch anders aus“. Es sei „durchaus überra­schend, dass angesichts vergleichs­weise geringer Produk­tions- und Marke­ting­kosten in Deutschland offenbar so wenige Kassen­schlager ihre Kosten wieder einspielen“ Rößner verkenne damit, dass Filme ein Mehrfaches ihrer Kosten einspielen müssen, um die Schwelle zur Förder­rück­zahlung zu überschreiten.

Die Presse­mit­teilung sei von Rößners wissen­schaft­lichen Mitar­beiter Frédéric Jaeger versandt worden, der gleich­zeitig als geschäfts­füh­render Vorstand des Verbands der deutschen Filmkritik fungiere, so Blickpunkt:Film weiter. Jaeger habe zuvor bereits in ähnlicher Form im Vorfeld der Verleihung des Deutschen Filmpreises in der Berliner Zeitung unter der Überschrift „Syste­ma­ti­scher Betrug am Kino“ gegen die Filmför­derung gewettert: Grüne blasen zum Sturm auf die Filmför­derung

Zur Presse­mit­teilung von Tabea Rößner MdB: Nur jeder fünfte Besucher­mil­lionär zahlt Filmför­derung an die FFA zurück (frei zugänglich)

Zum Artikel in der Berliner Zeitung vom 18.6.2015: Syste­ma­ti­scher Betrug am Kino (frei zugänglich)