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„Geoblocking ist heute Alltag und das Fundament für die Filmfinanzierung“

Mehr denn je sei den Filmschaf­fenden in diesem Jahr klar geworden, dass sie sich mitten in einem gewal­tigen Umbruch befinden, schreibt Christian Schubert in der Frank­furter Allge­meinen. Das Internet und die neuen mobilen Abspiel­geräte ermög­lichten den Konsum von Filmen, Serien und Live-Übertra­gungen an jedem Ort und zu jeder Zeit, den alten kommer­zi­ellen Verwer­tungs­ketten (erst Kino, dann DVD und Blue-ray, dann Pay-TV, dann gebüh­ren­freies Fernsehen) drohe der Zusam­men­bruch. Sympto­ma­tisch für die Verwer­fungen sei der Streit über das Geoblo­cking, das der EU-Kommissar Andrus Ansip zumindest teilweise abschaffen wolle. Damit sind seien Länder-Sperren im Internet gemeint, durch die Konsu­menten nur die Filme mit korrekt erwor­benen Rechten für ihr eigenes Land anschauen dürften. Geoblo­cking sei heute Alltag und das Fundament für die Filmfi­nan­zierung, so Schubert weiter. Gerade die meisten künst­le­risch hochwer­tigen Filme entstünden durch inter­na­tionale Kopro­duk­tionen oder den Vorverkauf von Verwer­tungs­rechten Land für Land: Sind nationale Grenzen im Internet noch zeitgemäß? (FAZ vom 23.5.2015, S. 30 – Unter­nehmen)