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Gesetz gegen Sexismus in der Werbung: „Es geht uns nicht darum, Sexiness und Nacktheit zu verbannen“

„Noch lange nicht spruchreif“ sei das geplante Gesetz gegen Sexismus in der Werbung, sagt Stevie Schmiedel, deren Frauen­rechts­or­ga­ni­sation Pinkstinks das BMJ in dieser Sache beraten hat, im Interview mit W&V online. Zum Stand der Verhand­lungen sagt Schmiedel: „Es werden verschiedene Dinge abgewogen. Zum einen überlegt man, eine entspre­chende Norm im UWG (Gesetz gegen den unlau­teren Wettbewerb) zu etablieren. Es gibt aber auch Überle­gungen dahin­gehend, ob man eine Mischform einführt, sodass der Werberat Sankti­ons­mög­lich­keiten erhält.“ Auf die Frage, ob das Gesetz nicht eine Rückkehr zur Prüderie bedeuten würde, erklärt sie: „Es geht nicht um das Verbot einer eroti­schen BH-Werbung, bei dem Frau selbst­be­wusst in die Kamera sieht und sich gut findet. Es geht uns ja nicht darum, Sexiness und Nacktheit aus der Werbung zu verbannen.“ – Pinkstinks-Chefin: „Astra-Werbung ist nicht sexis­tisch“ (frei zugänglich)