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Günter Rohrbach: „Auf die Redakteure sollte es ankommen“

„Das eigent­liche Problem von ARD und ZDF lautet: Die Inten­danten machen Programm“, schreibt Günter Rohrbach, Produzent und Ehren­mit­glied der Produ­zen­ten­al­lianz, in der Süddeut­schen Zeitung (Wochenend-Ausgabe). In der Regel verant­worte der Intendant das Programm wie ein Minister die Arbeit seines Ressorts. Für die konkrete Programm­ge­staltung gebe es in den Sendern eine dafür ausge­bildete Insti­tution, den Redakteur. „Sie, die Redak­teure, bestimmen, was entwi­ckelt, was am Ende produ­ziert und gesendet wird. Von ihrer Kreati­vität, ihrem Einfalls­reichtum, ihrem Engagement hängt es ab, ob das Programm gut oder schlecht, vielfältig oder stereotyp, aufregend oder langweilig ist. Auf sie, die Redak­teure, sollte es ankommen.“ Das funda­mentale Problem der öffentlich-recht­lichen Fernseh­an­stalten sei es, „dass sie die Redak­teure in den zurück­lie­genden Jahrzehnten syste­ma­tisch entmachtet haben“: Ist eine Fernseh-Renais­sance mehrheits­fähig? (SZ vom 22.10.2011, Medien­seite)