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Heinze-Prozess: Angeklagte widersprechen sich

Im Prozess um die Drehbuch-Affäre der früheren NDR-Fernseh­spiel­chefin Doris Heinze hätten sich zwei Mitan­ge­klagte gegen­seitig die Verant­wortung für ein Pseudonym zugeschoben, schreibt Julia Ranniko im Hamburger Abend­blatt. Heinzes Ehemann Claus Strobel habe erklärt, eine Filmpro­du­zentin habe ihm vorge­schlagen, unter einem Decknamen zu schreiben., die Produ­zentin habe dagegen erklärt, sie gehe davon aus, dass er selbst die Idee dazu hatte: Wider­sprüche im Prozess um NDR-Drehbuch-Affäre (frei zugänglich)

Heinze würden zudem verbotene Absprachen mit der Produ­zentin Richter-Karst vorge­worfen, berichtet Spiegel online. Die soll die unter Pseudonym geschrie­benen Drehbücher von Heinze und deren Ehemann gekauft haben. Im Gegenzug solle Heinze versprochen haben, sich dafür einzu­setzen, dass der NDR Richter-Karsts Produk­ti­ons­firma beauf­tragt. Diesem Vorwurf habe Heinze aller­dings wider­sprochen: Mitan­ge­klagte wider­sprechen sich (frei zugänglich)

Strobel habe bei der Gerichts­ver­handlung erklärt, unter Pseudonym weiter Drehbücher für den NDR zu schreiben, habe er nie als unfair empfunden, schreibt Steffen Grimberg in der tages­zeitung. Eine Autoren­schaft unter Klarnamen sei wegen der gehobenen Stellung seiner Frau beim NDR nicht mehr möglich gewesen: Familie Heinze-Strobel schwieg sich an (frei zugänglich)

Auf die Frage des Vorsit­zenden Richters, vor wem das Pseudonym etwas verheim­lichen sollte, hebe Richter-Karst geant­wortet, es gebe so viel Neid in der Branche, schreibt Charlotte Frank in der Süddeut­schen Zeitung: „Es ist eine Branche, die sich nichts gönnt“, da sei Strobel doch quasi nichts anderes übrig geblieben, als unter falschem Namen an den NDR heran­zu­treten: Sie wollte nur helfen (SZ vom 11.08.2012 – Medien­seite)