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Heinze-Prozess: Heike Richter-Karst war „Markus Benz“

Im Prozess gegen die ehemalige NDR-Fernseh­spiel­chefin Doris Heinze habe die mitan­ge­klagte Produ­zentin Heike Richter-Karst einge­räumt, unter dem Pseudonym „Markus Benz“ eine „Polizeiruf“-Folge geschrieben zu haben, berichtet das Hamburger Abend­blatt. Die Folge sei nie produ­ziert worden, dennoch habe Richter-Karst ein fünfstel­liges Honorar kassiert: Auch Heinze-Produ­zentin schrieb unter Pseudonym (frei zugänglich)

Richter-Karst habe auch Doris Heinze weiter belastet, schreibt Andreas Nefzger in der Frank­furter Allge­meinen. Heinze habe Richte-Karst gefragt, „ob ich jemanden kenne, der für das Pseudonym einspringen kann“, als die Sache publik wurde. Im Mittel­punkt der Verhand­lungen hätten zuletzt weitere Ankla­ge­punkte gestanden. So vermutete die Anklage, dass Heinze und Strobel für Leistungen bezahlt wurden, die sie nie erbracht hätten. Richter-Karst habe sich darum bemüht, die Fälle mit den „Eigen­heiten der Branche“ zu erklären und habe das Bild einer Branche gezeichnet, „in der Vertrauen und mündliche Verein­ba­rungen häufig mehr zählen als schrift­liche Verträge“. Das Urteil wird für den 20. September erwartet: Doris Heinzes Branche (FAZ vom 11.9.2012, S. 29 – Medien)