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Hoesch: „Die Bereitschaft zum Unternehmertum und auch zum Scheitern sollte man fördern“

Im Interview mit dem Kölner Stadt­an­zeiger antwortet Leo Hoesch, Geschäfts­führer von Broadview TV, auf die Frage, wie man den Vorteil des Medien­standorts Köln noch mehr ausspielen kann: „Das entste­hende Wachstum strate­gisch fördern, aber die Förder­emp­fänger nicht abhängig machen und bitte die Entschei­dungswege schön kurz halten. Time to Market ist das Erfolgs­kri­terium der nächsten drei Jahre. Auch das mögliche Scheitern muss Teil des Prozesses werden. Je mehr Insti­tu­tionen oder Verwaltung man über einen Prozess drüber stülpt und versucht alle Risiken auszu­schalten, desto länger dauert der Prozess, das ist im Moment die größte Gefahr.“ Es gehe aber nicht nur um Geld: „Wenn man zu viele Subven­tionen gibt, dann konzen­trieren sich alle irgendwann nur noch darauf, wie sie ihre Subven­ti­ons­ein­nahmen maximieren können und nicht, wie sie einen guten Film machen können oder ein Start Up gründen. Die NRW-Youtuber, die kaum Subven­tionen bekommen haben, räumen gerade die Republik auf. Die Bereit­schaft zum Unter­neh­mertum und auch zum Scheitern sollte man fördern. Was wirklich substan­ziell fehlt, ist eine Bank, die mitgeht und die Liqui­dität, die im maßlosen Umfang im Markt vorhanden ist, auch an den kleinen Mittel­stand durch­reicht und zwar nicht für 9 Prozent Disporate“: „Die Party geht gerade erst los“ (frei zugänglich)