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KI.KA-Affäre: Beckmann hält „Verteidigungsrede in eigener Sache“

Bei der Eröffnung der NDR-internen Veran­staltung „Sehstern“ habe Fernseh-Programm­di­rektor Frank Beckmann eine „Vertei­di­gungsrede in eigener Sache“ gehalten, schreibt Anna Marohn in der Zeit. Es sei um seine Vergan­genheit beim Kinder­kanal gegangen, dessen Geschäfte er acht Jahre lang geführt habe und bei dem von einem Mitar­beiter etliche Millionen Euro verun­treut worden seien. Auch Beckmanns Nachfolger habe den Betrug nicht bemerkt und sei dafür bereits abgemahnt worden.

Die Ansprache sei in diesem Umfeld ein bisschen befremdlich gewesen, zitiert Marohn einen Mitar­beiter, der dabei gewesen sei. Beim NDR debat­tierten die Mitar­beiter nun, ob sich Beckmann auf seinem Posten halten kann. Als möglicher Nachfolger werde Fernseh­chef­re­dakteur Andreas Cichowicz genannt. NDR-Justiziar Werner Hahn betone hingegen, Beschäf­ti­gungen vor der NDR-Zeit könnten arbeits­recht­liche Maßnahmen grund­sätzlich nicht begründen. Bei ARD und ZDF verweise man lieber auf die Fahrläs­sig­keiten des MDR, in dessen Verant­wortung der Kika fällt: Brot und Spiele (frei zugänglich)

Unter­dessen beginne der vorge­stellte Maßnahmen-Katalog zu greifen, meldet DWDL.de. Im Kika-Betrugsfall lasse der MDR die Kontroll­me­cha­nismen künftig von externen Beratern überprüfen. Verwal­tungs­ab­läufe sollten auf Schwach­stellen analy­siert werden: Kika-Skandal: Externe Berater sollen helfen (frei zugänglich)

Zur entspre­chenden Presse­mit­teilung des MDR: KI.KA-Betrugsfall: MDR lässt Kontroll­me­cha­nismen prüfen (frei zugänglich)