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KI.KA-Affäre (XX): Marco K.s „Spielleidenschaft“ schon 2007 bekannt?

Laut einem Revisi­ons­be­richt soll es – entgegen anderer Behaup­tungen – frühzeitig etliche Hinweise auf den ungewöhnlich hohen Geldbedarf des mittler­weile gekün­digten KI.KA-Herstellungsleiter Marco K. geben haben, meldet Blickpunkt:Film unter Berufung auf das Nachrich­ten­a­ma­gazin Der Spiegel. Demnach habe ein Kika-Mitar­beiter schon im November 2007 den Redak­ti­ons­leiter der Programm­planung und den damaligen Programm­ge­schäfts­führer Frank Beckmann über Marco K.s Spiel­lei­den­schaft infor­miert. Beckmann habe laut Revisi­ons­be­richt „völlig gelassen reagiert und gesagt: ,Ich kenne Marco, so ist er nun einmal‘“.

Die Sonder­stellung, die Herstel­lungs­leiter K. beim Kinder­kanal genoss, habe ihm nicht nur ermög­licht, vermutlich 8,2 Mio. Euro zu verun­treuen. Zusätzlich habe der öffentlich-recht­liche Sender seinen Angestellten mit üppigen Privi­legien wie den Zugriff auf ein für ihn angemie­tetes „Direk­ti­ons­fahrzeug“ ausge­stattet: Kika-Skandal: Vorwürfe gegen Ex-Chef und bizarre Privi­legien

Der geheime Revisi­ons­be­richt zum mutmaß­lichen Betrug beim Kinder­kanal sei ein Dokument absurder Schlud­rigkeit mit Gebüh­ren­geldern, schreibt Martin U. Müller im Spiegel: Geschichten von Herrn K. (Spiegel 18/2011, S. 77/78 – Wirtschaft; nur in der Print-Ausgabe).

Eine Zusam­men­fassung bei Spiegel online: Geheimer Kika-Revisi­ons­be­richt belastet Frank Beckmann (frei zugänglich)