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KI.KA: „Mangelnde Impulse“ für die Region

Trotz Kinder­kanal bleibe Erfurt als Produk­ti­ons­standort für den Kinder- und Jugendfilm wenig attraktiv, schreiben Matthias Thüsing und Ute Rang in der Thüringer Allge­meinen. Laut einer Studie der Hamburg Media School habe die Thürin­gische Haupt­stadt in einer Branchen­um­frage nahezu durchweg schlecht abgeschnitten. Als ein Grund für die mangelnde Impulse, die der Kinder­kanal auf die Region ausübt, könne der Studie zufolge die Einkaufs­po­litik des Senders gelten. Im Jahr 2008 seien von jeder Rundfunk­ge­büh­ren­zahlung zwar 21 Cent pro Monat für den Kika verwendet. Doch von den theore­tisch 80 Millionen Euro, die dem Kika damit zur Verfügung stünden, erhielt der Sender aufgrund von Verwal­tungs­ver­ein­ba­rungen mit ARD und ZDF nur 37 Millionen Euro ausbe­zahlt. Der Rest des Geldes fließe in die Kinder­film­pro­duktion der anderen deutschen Sende­an­stalten. Experten gingen davon aus, dass vom Kika nur rund 20 Millionen Euro an Eigen-, Auftrags- oder Kopro­duk­tionen ausge­geben werden. Laut der Analyse der Hamburg Media School betrage der Anteil des Programms deutscher oder europäi­scher Herkunft am Kika-Programm zwar zwei Drittel des Programms. Im Anima­ti­ons­be­reich sei dieser Anteil im Jahr 2009 jedoch auf knapp zehn Prozent der Sendungen geschrumpft: Erfurt profi­tiert nicht vom Kinder­kanal (frei zugänglich)