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Kinodigitalisierung: BKM Neumann stellt Überlegungen vor

Kultur­staats­mi­nister Bernd Neumann habe im Rahmen eines Filmforums der CDU/CSU-Bundes­tags­fraktion seine Überle­gungen zu einem Förder­modell für die Digita­li­sierung der Kinos in Deutschland vorge­stellt, heißt es in einer Presse­mit­teilung des BKM. Ziel des gemeinsam mit der Filmför­de­rungs­an­stalt (FFA) erarbei­teten Förder­mo­dells sei es, die Kinoland­schaft in der Fläche zu erhalten und damit auch eine kultu­relle Grund­ver­sorgung zu sichern: Kultur­staats­mi­nister Bernd Neumann will flächen­de­ckende Digita­li­sierung der Kinos in Deutschland (frei zugänglich)

Das Konzept, das der BKM in Berlin vorge­stellt hat, beruht auf zwei Säulen. Jene vier Mio. Euro, die die Regierung für die Kinodi­gi­ta­li­sierung in den aktuellen Haushalt einge­stellt hat, sollen ausschließlich umsatz­schwachen Kinos  („Krite­ri­en­kinos“) zugute kommen. Die zweite Säule bilden Multi­plexe mit mindestens sieben Sälen und umsatz­starke Kinos. Für diese ist staat­liche Unter­stützung nicht erfor­derlich, die FFA kann jedoch auch hier über eine Förderung mit an Bord sein, sobald Mittel durch die Rücknahme von Vorbe­halten frei werden. In den anschlie­ßenden Stellung­nahmen wurde dieses Konzept von Vertretern der Verleiher, der Produ­zen­ten­al­lianz und der Kinotheater im Grundsatz begrüßt, wenn auch im Detail noch Anpas­sungs­bedarf gesehen wurde. Wichtig sei, dass das Konzept jetzt zeitnah reali­siert werde und spätestens ab Sommer funktio­niere. (MA/Red.)

Im Grunde sei es ein Termin zur Unzeit gewesen, meint Blickpunkt:Film. Denn über Umfang und Höhe des (mit)entscheidenden Verlei­her­an­teils an einem neuen Finan­zie­rungs­modell habe niemand ein Wort verlieren können und wollen, weil das entspre­chende Konzept nach wie vor zur Prüfung in Brüssel liege.

Obwohl an diesem Tag viele wesent­liche Fragen offen bleiben mussten, so Blickpunkt:Film weiter, habe Mathias Schwarz als Vertreter der Produ­zen­ten­al­lianz auf den Punkt gebracht, weshalb zumindest der Säule „Krite­ri­en­kinos“ Erfolg beschieden sein könnte: Denn auf dieser Seite sei die „unselige Verbindung“ zwischen FFG-Streit und Finan­zie­rungs­frage „vom Tisch“: „Überle­bens­frage für jedes Kino“