[Archiv] News bis 31.12.2021

Kinofilmproduktion: „Finanzierungsbaustein TV bröckelt“ / Produzenten besorgt

„Große Sorge bei den Kinofilm­pro­du­zenten um das Engagement der Fernseh­sender für den deutschen Film“ konsta­tiert Blickpunkt:Film. Nach dem Rückzug der kommer­zi­ellen Sender strichen nun auch die öffentlich-recht­lichen Anstalten ihre Etats für Kinoko­pro­duk­tionen zusammen. In einem Interview mit Blickpunkt:Film habe BR-Fernseh­di­rek­torin Bettina Reitz zum künftigen Engagement des Senders bei Kinokopros erklärt: „Es werden definitiv nicht mehr Kinopro­jekte, eher weniger – vielleicht sogar spürbar weniger.“ Dazu habe Uli Aselmann, Chef der Kinosektion bei der Produ­zen­ten­al­lianz, erklärt: „Die deutschen Kinofilm­pro­du­zenten, deren Oscars die Sender gerne auch als ihr eigenes Verdienst rekla­mieren, sind ausge­sprochen besorgt über eine Entwicklung, in der sich die öffentlich-recht­lichen Sender zunehmend nicht mehr als verläss­licher Partner für die deutsche Kinofilm­pro­duktion erweisen und an deren Ende eine funda­mentale Schwä­chung des gesamten öffentlich-recht­lichen Systems stehen könnte." Der Produ­zen­ten­verband fordere ein „klares Bekenntnis“ der Sender zum deutschen Kinofilm, regel­mäßige Sender­termine zur Primetime sowie eine angemessene Finan­zie­rungs­be­tei­ligung an Kinofilmen. Die ARD strahlte laut Blickpunkt:Film 2007 zehn deutsche Kinofilme in der Primetime (20.20 bis 23 Uhr) aus, vergan­genes Jahr seien es nur noch sechs gewesen, beim ZDF drei und RTL habe sich auf einen Film beschränkt: Produ­zenten besorgt über Kinomü­digkeit der Sender

Ohne das finan­zielle Engagement der Fernseh­sender würden viele Kinofilme nicht produ­ziert werden, berichtet ebenfalls Blickpunkt:Film. Doch der Finan­zie­rungs­bau­stein TV bröckele. Schon jetzt seien die Auswir­kungen deutlich spürbar: Fernsehen reduziert Kinoko­pro­duk­tionen

Die Produ­zenten kriti­sierten auch, dass die Zahl der zur besten Sendezeit ausge­strahlten deutschen Spiel­filme „fast unterhalb der Wahrneh­mungs­schwelle“ liege, meldet Welt online: Filmpro­du­zenten rechnen mit weniger Geld von Öffentlich-Recht­lichen (frei zugänglich)

Zur Presse­mit­teilung der Produ­zen­ten­al­lianz: Kinofilm­pro­du­zenten fordern klares Bekenntnis der Sender zum deutschen Kinofilm (frei zugänglich)