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L.A. Screenings: „Deutsche Fernsehmacher bevorzugen deutsche Produktionen“

Der Werbe­markt schwä­chele, die Zuschauer wanderten ab, schreibt  Hans-Peter Siebenhaar im Handels­blatt über die weltgrößte Fernseh­messe, die L.A. Scree­nings. Deutsche Fernseh­macher würden bei den Einkaufs­touren für ihr Film- und Serien­pro­gramm wähle­ri­scher. Die Angebote der großen US-Studios ließen sie links liegen und bevor­zugen deutsche Produk­tionen: „Tatort“ schlägt Hollywood (frei zugänglich)

Im Handels­blatt-Interview spricht Ufa-Chef Wolf Bauer „über seine Strategie auf dem Medien­markt und verrät, warum deutsche Produk­tionen derzeit besonders erfolg­reich sind“ . Nachdem das „US-Produkt mit Innovation und Produk­ti­ons­qua­lität“ Ende des letzten Jahrtau­sends eine Renais­sance erlebt und verdrängte bei den privaten Sendern deutsche Serien beinahe komplett verdrängt habe, reagierten die Zuschauer jetzt wieder positiv auf einhei­mische Produk­tionen, sagt Bauer. Der Aussage, dass Hollywood das Fernseh­ge­schäft in Deutschland dominiere, wieder­spricht er: „Das stimmt definitiv nicht. Zum einen zeigen beispiels­weise ARD und ZDF in der Primetime überhaupt keine ameri­ka­ni­schen Serien. Es dominieren dort Produk­tionen deutscher Produ­zenten. Aus Sicht von ARD und ZDF werden damit gute Quoten erzielt. Zum anderen gibt es bei den großen Sendern wie RTL und Sat 1 ein inhalt­liches Umdenken.“ Beispiels­weise habe RTL derzeit drei deutsche Serien im Programm, und Sat 1 habe gerade in der Primetime erfolg­reich die Anwalts­serie „Danni Lowinski“ gestartet, auch „Der letzte Bulle“ laufe gut: „Hollywood kocht nur mit Wasser“ (frei zugänglich)