[Archiv] News bis 31.12.2021

„Maus“-Erfinder Maiwald beklagt zu wenig Kindersendungen in öffentlich-rechtlichen Hauptprogrammen

Armin Maiwald, Mit-Erfinder der „Maus“, spricht im Interview mit der Süddeut­schen Zeitung über den Werbewert der berühmten Fernseh­figur, und Ärger mit Eltern oder Inten­danten. Er beklagt, dass es „im Ersten, im Zweiten, im Dritten fast kein“ Kinder­pro­gramm mehr gibt. „Keinen Spatz vom Wallraf­platz, keinen Pan Tau. Fast alles ist ausge­lagert in den Kinder­kanal.“ Schlimm daran sei, „dass alles zerfällt. Die Kinder kommen in den Kinder­kanal, irgendwann auch die Alten in einen Alten­kanal. Sport­kanal, Angler­kanal, für jede Gruppe ein eigenes Programm. Und nichts Gemein­sames mehr.“

Auf die Frage, was Maiwald am „Vermark­tungshit – Bettwäsche, Tassen, Schlüs­sel­an­hänger“ Maus verdient, antwortet er: „Nichts. Die Rechte liegen ja beim Sender. Sie sagen mir auch nicht, was das ganze Merchan­dising bringt. Meine Firma bekommt jedes Jahr einen Etat für die Produktion der Sachge­schichten. Das ist total in Ordnung, einen goldenen Arsch verdien‘ ich mir damit nicht.“ Nach dem Marktwert der Maus gefragt, antwortet er: „Nach 40 Jahren ist sie ein Kassen­magnet, ein Star wie früher Marlon Brando oder heute Brad Pitt“ „Die Maus ist ein Star wie Brad Pitt“ (SZ vom 9. November 2012 – Wirtschaftsteil)