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Nahles will KSK-Problem lösen

Die Künst­ler­so­zi­al­kasse (KSK) sei für Zehntau­sende freie Journa­listen, Maler oder Bildhauer eminent wichtig, schreibt Thomas Öchsner in der Süddeut­schen Zeitung. Würde die KSK nicht die Hälfte der Beiträge für die Kranken-, Pflege- und Renten­ver­si­cherung übernehmen, könnten viele freischaf­fende Künstler nur schwer ihre beruf­liche Existenz sichern. Im Frühjahr 2013 sei bekannt geworden, dass die Sozial­kasse in eine finan­zielle Schieflage zu geraten drohe. Nun wolle Bundes­ar­beits­mi­nis­terin Andrea Nahles das Problem lösen. Doch auch ihre Pläne seien nach SZ-Infor­ma­tionen ins Stocken geraten. Geld in den Topf komme nur genug, wenn sich nicht zu viele Firmen vor der Abgabe drücken. Zuständig für die Kontrollen sei die Deutsche Renten­ver­si­cherung (DRV), von der Fachleute im Arbeits­mi­nis­terium sagen, sie prüfe zu lasch – was die Renten­ver­si­cherung gar nicht so sieht. Nahles wolle den Streit unbedingt beilegen und weise in einem Beitrag für die Zeitschrift Politik und Kultur des Deutschen Kultur­rates darauf hin, dass die Einnahmen aus der Künst­ler­so­zi­al­abgabe seit einigen Jahren stagnierten. Der Grund: „Mangelnde Kontrolle hat dazu geführt, dass noch längst nicht alle abgabe­pflich­tigen Unter­nehmen die Künst­ler­so­zi­al­abgabe zahlen. Der Abgabesatz auf gezahlte Honorare sei deshalb bereits zum Jahres­wechsel von 4,1 auf 5,2 Prozent gestiegen. Ein weiterer deutlicher Anstieg würde „die Akzeptanz für das System der Künst­ler­so­zi­al­ver­si­cherung gefährden“: Balance­verlust (SZ vom 12.3.2014, S. 35 – Medien)

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