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Netzneutralität: Netflix zahlt für ruckelfreie Videostreams

Der größte US-Kabel- und Breitband-Konzern Comcast und der Strea­min­g­riese Netflix hätten eine mehrjährige Partner­schaft vereinbart, wonach Netflix-Kunden bei Comcast künftig ruckelfrei Video­streams abrufen können, meldet VideoMarkt.de. Dem Vernehmen nach lasse sich Netflix den Zugang zu Comcast einiges kosten. Das Wall Street Journal vermute, dass ähnliche Abkommen zwischen dem daten­in­ten­siven Video­dienst und weiteren Providern folgen dürften: Netflix zahlt für bessere Übertragung im Comcast-Netz

Bei Zeit online erklärt Eike Kühl das Problem ausführlich: Kabel­an­bieter betreiben oder planen eigene Video-on-Demand-Dienste und möchten nicht zusehen, wie Netflix ihre Angebote dominiert. Die Konkurrenz einfach auszu­bremsen, scheine da eine nahelie­gende Option. Auch in Deutschland gebe es bereits Diskus­sionen darüber, ob die Telekom in ihren DSL-Flatrates den firmen­ei­genen Video­service Entertain von der Daten­be­grenzung ausnimmt. Auch Kabel Deutschland – ebenfalls Anbieter eines VoD-Services – sage, dass man bei einer „Überlastung des Netzes“ unter Umständen priori­sieren müsse. Das klinge bewusst vage, aber es zeige, dass der Kampf um die Bewegt­bilder im Netz gerade erst anfange: Der Kampf ums Kabel (frei zugänglich)