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Öffentlich-rechtlicher Jugendkanal: „Der Medienpolitik fehlt der Gestaltungswille“

Die ARD-Gremien hätten in den vergan­genen Wochen noch einmal kräftig für ein trime­diales Jugend­an­gebot von ARD und ZDF geworben, das die Minis­ter­prä­si­denten im vergan­genen Oktober wider Erwarten doch nicht „durch­ge­wunken“ hätten, schreibt Diemut Roether in epd Medien, und folgert, der Medien­po­litik „fehlt der Gestal­tungs­wille“, sie wirke „derzeit paraly­siert“. Zu befürchten stehe, dass die Minis­ter­prä­si­denten es vorziehen, eine Gebüh­ren­senkung im Gegenwert eines Brötchens anzukün­digen, statt medien­po­li­tisch zu gestalten. Diese Lähmung betreffe nicht nur den öffentlich-recht­lichen Rundfunk, sondern auch die Privat­sender, die seit Jahren forderten, die Regulierung an die digitalen Gegeben­heiten anzupassen: Sie möchten lieber nicht (frei zugänglich)

Das Durch­schnitts­alter der Deutschen liegt bei 43 Jahren, das der TV-Zuschauer bei 52, schreibt Joachim Huber im Tages­spiegel. Das öffentlich-recht­liche Fernsehen habe in seiner Breite jüngere Zuschauer „verloren bis vertrieben“. Wenn nun einige Inten­danten in ihrer Not nach einem Jugend­kanal schrien, dann werde solch ein Programm auch noch die letzte Anstrengung tilgen, Jugend in den vorhan­denen Programmen vorkommen zu lassen: Einmal Senio­ren­teller, bitte (frei zugänglich)