[Archiv] News bis 31.12.2021

Philipp Käßbohrer, Geschäftsführer der BTF: „Die Sender haben immer gerne alles in Kästchen.“

„Für uns stehen aber, wie gesagt, die Inhalte im Vorder­grund. Ob daraus am Ende eine Doku wird, eine fiktionale Serie, ein Game oder eine Unter­hal­tungsshow, ist erst im zweiten Schritt entscheidend. Formell können wir das alles bedienen.“ Zitat aus einem Gespräch mit Philipp Käßbohrer, Geschäfts­führer der Kölner Produk­ti­ons­firma bildund­ton­fabrik und Lutz Hachmeister in der Medien­kor­re­spondenz.

„Content is King“ sei für ihn „Reinform. An den Maßstäben des tradi­tio­nellen Publi­shings gemessen, stößt man damit aber natürlich schnell an Grenzen. Es fehlen gute Ideen zur Moneta­ri­sierung. Auch das Urheber­recht ist auf diese Art der Verbreitung und Verviel­fäl­tigung nicht einge­stellt.“

Für die Produ­zenten sieht er in der „Fokus­sierung auf die Content-Qualität ..die einzige sinnvolle Strategie, um in Zukunft in der Flut an Inhalten nicht unter­zu­gehen.“

Grund­sätzlich vermisst er „eine echte handwerk­liche Ausbildung“ und auch „Wertschätzung“ für Handwerk und Käßbohrer weiter: „Wenn man auf inter­na­tio­nalem Level an Serien­stoffen arbeiten möchte, geht es ohne dieses Handwerk nicht.“

Und zur Idee der Program­mierung, wie des Haupt­pro­gramms äußert der Produzent: „Man muss sich von der Idee verab­schieden, dass alle Menschen über einen einzigen Kanal konsu­mieren. Wenn bestimmte Gruppen das Haupt­pro­gramm nicht nutzen, weil da im großen und ganzen nichts für sie kommt, kann man für diese Leute einfach einen eigenen Kanal machen. Heutzutage sind Einzel­marken wichtiger als Kanäle.“

Das ganze Gespräch: Wir waren ganz schöne Technik‑Nerds

(Frei zugänglich)