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Politiker stellen öffentlich-rechtliche Werbeeinkünfte weiter infrage

Tabea Rößner, medien­po­li­tische Sprecherin der Grünen-Fraktion im Bundestag, habe ARD und ZDF als „zu unbeweglich“ kriti­siert, berichtet epd Medien. Die Sender seien nicht in der Lage, „sich aus sich selbst heraus zu refor­mieren“, habe Rößner bei einer Tagung des Initia­tiv­kreises Öffent­licher Rundfunk und des Grimme-Instituts in Köln gesagt: „Mich treibt die Sorge um, dass sich der öffentlich-recht­liche Rundfunk selbst abschafft.“ Rößner habe die Einkünfte aus Werbung, die Sport­rechte und die Anzahl der ARD-Hörfunk­wellen infrage gestellt. Auch der nordrhein-westfä­lische Medien­staats­se­kretär Marc Jan Eumann (SPD) habe sich dafür ausge­sprochen, angesichts der erfolg­reichen Umstellung der geräte­be­zo­genen Rundfunk­gebühr auf den Haushalts­beitrag und der wirtschaft­lichen Probleme privater Unter­nehmen, das Konzept der kommer­zi­ellen Aktivi­täten nun anders zu bewerten. Zuletzt hätte sich NRW-Minis­ter­prä­si­dentin Hannelore Kraft (SPD) für eine Abschaffung der Werbung bei ARD und ZDF ausge­sprochen. Lutz Köhler, Leiter der ZDF-Abteilung Medien­po­litik, habe bestritten, dass die Werbe­ein­nahmen Auswir­kungen auf das ZDF-Programm hätten und darauf verwiesen, dass am Vorabend die „heute“-Sendung, das Magazin „Wiso“ und die „Soko“-Krimireihen ausge­strahlt würden. Bei den privaten Konkur­renten RTL und ProSiebenSat.1 könne er „beim besten Willen keine wirtschaft­lichen Schwie­rig­keiten“ erkennen, die einen Verzicht auf Werbung bei ARD und ZDF erfor­derlich machen würden: Tabea Rößner: ARD und ZDF sind zu unbeweglich (frei zugänglich)