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Pro-Insolvenz „kein Einzelfall“

Die Insolvenz von Alfred Bioleks Pro GmbH sei kein Betriebs­unfall gewesen, schreibt Hans Hoff in der Süddeut­schen Zeitung. Das Produk­ti­ons­ge­schäft werde immer härter.

Wenn man dieser Tage mit Fernseh­pro­du­zenten übers Geschäft spricht, komme man nur schwer in Versu­chung, sie um ihren Job zu beneiden, schreibt Hoff weiter: „Zu sehr werden sie gebeutelt von sinkenden Sender­etats, unzuver­läs­sigen Entscheidern in den jewei­ligen Anstalten und dem Diktat, heute einem Hü und morgen einem Hott zu folgen. Dass jene jammern, denen es gerade nicht so besonders geht, ist noch verständlich, aber ein trauriger Grundton ist auch bei denen zu hören, die gut im Geschäft sind.“ Höre man sich um, erfahre man rasch einiges über den derben Umgang, den Sender mit freien Firmen pflegten. Der Ton sei rauer, die Verhand­lungen härter geworden, und immer mehr Kosten blieben bei den Anbietern hängen. Gerade bei relativ kleinen Firmen wie der Pro könnten sich da bei mehreren Projekten schnell mal Hundert­tau­sende an Verbind­lich­keiten aufstauen: Ausge­kocht (SZ vom 22.3.2010, Seite 15 – Medien)