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Produzenten-Verwertungsrechte „mitverantwortlich für die Kreativität im amerikanischen Fernsehen“

In den USA sei es üblich, dass die Autoren und Produ­zenten die Rechte an ihrem Werk behalten, der Sender bezahle für dessen Ausstrahlung, schreibt Jörg Häntzschel in der Süddeut­schen Zeitung. Das Modell sei „mitver­ant­wortlich für die Kreati­vität im ameri­ka­ni­schen Fernsehen“, das Jahr für Jahr brillante Serien wie nun den Emmy-Sieger „Homeland‘ (Produzent: Teakwood Lane Produc­tions, Adaption der israe­li­schen Serie „חטופים / Hatufim“, Keshet Media Group) hervor­bringe. Mit einem Publi­kums­erfolg verdiene ein Produzent jahrzehn­telang und verfüge so über das Kapital, das er braucht, „um das nächste große Ding zu entwi­ckeln.“

In Deutschland hingegen, so Häntzschel weiter, seien solche Modelle noch undenkbar. Produ­zenten würden dort so behandelt wie ein Künstler, „der von seinem Galeristen nur für Leinwand, Farbe und Arbeits­aufwand bezahlt wird“. Deshalb fordere die Produ­zen­ten­al­lianz, dass die Produ­zenten zumindest nach der Ausstrahlung einen Teil der Rechte zurück­be­kommen: Kreati­vität, die sich lohnt (SZ vom 25.9.2012, S. 2 – Thema des Tages)