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Produzentenallianz: Sportrechteerwerb des ZDF darf nicht zur Reduzierung der Programmmittel für deutsche Produktionen führen

Am 5. April 2011 ist bekannt geworden, dass das Zweite Deutsche Fernsehen die Übertra­gungs­rechte der UEFA Champions League von 2012–2015 gekauft hat; der Preis soll bei einem mittleren zweistel­ligen Millio­nen­betrag pro Jahr liegen. Die Allianz Deutscher Produ­zenten – Film & Fernsehen appel­liert eindringlich an das ZDF, das Geschäft nicht auf dem Rücken der Finan­zierung deutscher Produk­tionen auszu­machen.

„Wir sehen das ZDF in der Pflicht, die Gegen­fi­nan­zierung für den Erwerb der Champions-League-Rechte trans­parent darzu­stellen. Insbe­sondere sollte klarge­stellt werden, in welchem Umfang der ZDF-Sportetat selbst durch Umschich­tungen zum Erwerb der Übertra­gungs­rechte beiträgt“, so der Geschäfts­führer der Produ­zen­ten­al­lianz, Dr. Christoph E. Palmer.

Darüber hinaus forderte die Produ­zen­ten­al­lianz zum wieder­holten Male Aus­kunft über den genauen Umfang der TV-Auftrags­pro­duk­ti­ons­mittel des Mainzer Senders. „Erst vor diesem Hinter­grund kann man die Auswir­kungen dieser Millio­nen­in­ves­tition auf die Programm-Beauf­tragung des ZDF konkret beurteilen. Dazu muss man dann auch wissen, in welchem Umfang das ZDF Eigen- und Auftrags­pro­duk­tio­nenen sowie Lizenz­käufe aus dem Ausland in die Gesamt­fi­nan­zierung einbe­zieht“, so Palmer weiter.

Das ZDF selbst müsste das größte Interesse an einer trans­pa­renten Gesamt­dar­stellung haben, denn die Champions-League-Trans­aktion stößt schon jetzt auf große Kritik.