Die Studie „Freizeit-Monitor 2012“ habe „wenig überraschend“ ergeben, dass 98 Prozent der Bundesbürger regelmäßig fernsehen, berichtet die Süddeutsche Zeitung und bringt ein Interview mit Irmela Schneider, Professorin für Medienwissenschaften an der Universität Köln. Auf die Frage, ob es die deutschen angesichts qualitativ hochwertige US-Serien wie „The Wire“, „Sopranos“ oder auch „Mad Men“ nicht besser könnten, antwortet Schneider, die US-Produzenten hätten, „insbesondere wenn es sich um Serien im Rahmen des ‚Quality TV‘ handelt, die Möglichkeit, Serien mit einem höheren Aufwand zu produzieren, und investieren stärker in die Buchentwicklung, in die Ausstattung, entwickeln neue Erzählstrukturen, neue Personenkonstellationen und neue Themen. Sie arbeiten dann mit besseren Rahmenbedingungen als deutsche Produktionsfirmen.“ Serien wie „Die Sopranos“ wären in Deutschland ein Kostenproblem. Qualität ergebe sich daraus, dass genügend Zeit in die Buchentwicklung gesteckt würde und ausreichend Drehtage eingeplant seien. „Das klappt nicht, wenn alles mit den knappsten Mitteln möglichst schnell produziert werden muss.“: „Serien können Tabus brechen“ (frei zugänglich)