Berlin, 14. Mai 2026 – Der Mitteldeutsche Rundfunk MDR hat Einschnitte im Programmangebot angekündigt, die u.a. das Aussetzen von Neuproduktionen von „Tatort Dresden“ und „Polizeiruf 110“ für die kommenden drei Jahre bedeuten. Die Produktionsallianz hält dies für eine falsche Entscheidung, die dringend überdacht werden muss. Dazu erklärt die CEO und Sprecherin des Gesamtvorstands der Produktionsallianz Michelle Müntefering:
„Die Produktionsallianz sieht die geplante Aussetzung von Tatort Dresden und Polizeiruf 110 mit Sorge. Denn: Diese Formate sind herausragende Beispiele des öffentlich-rechtlichen Programms, die seit Jahrzehnten nicht nur für kreative Vielfalt, sondern auch für Beschäftigung und regionale Wertschöpfung in der Region sorgen. Sie bilden dazu Lebensrealitäten ab und stoßen Debatten an. Gerade darin liegt ihre besondere gesellschaftliche Bedeutung.
Für uns ist klar: Menschen zu erreichen über Kopf und Herz ist Teil des öffentlich-rechtlichen Auftrags, dazu gehören Information wie gute Unterhaltung gleichermaßen auch in Zukunft: Reformfähigkeit ist notwendig – der ÖRR darf dabei aber nicht unter die Räder kommen.
Für Mitteldeutschland wären die Folgen eines Produktionsstopps zudem erheblich, denn sie bedeuten den Abbau von Produktionsstrukturen und den dauerhaften Verlust tausender Arbeitsplätze. Zahlreiche mittelständische Unternehmen in der Region wären davon betroffen. Die geplante Aussetzung ist auch deswegen die falsche Entscheidung.
Ein Dominoeffekt auf weitere fiktionale Formate muss verhindert werden. Die Produktionsallianz erwartet, dass diese Entscheidung überdacht wird – und im Gespräch mit den Produzentinnen und Produzenten tragfähige Lösungen entwickelt werden.“
Pressefoto (Copyright © MDR/MadeFor/Steffen Junghans)
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