Allgemeines

Rohrbach: „Im Vergleich mit anderen Ländern haben wir ein gutes Fernsehen“

Filmbei­träge aus Kino und TV, die sich thema­tisch mit „Arbeitswelt und Gesell­schaft“ ausein­an­der­setzen, können noch bis 20. August für den Günter-Rohrbach-Filmpreis einge­reicht werden, meldet Blickpunkt:Film. Der vergan­genes Jahr zum ersten Mal vergebene Preis werde dieses Jahr am 9. November im saarlän­di­schen Neunkirchen vergeben, der Haupt­preis sei mit 10.000 Euro dotiert. Jury-Vorsit­zende ist in diesem Jahr Hannelore Elsner: Ausschreibung für Günter-Rohrbach-Filmpreis läuft

Weitere Infor­ma­tionen auf den Seiten des Günter-Rohrbach-Filmpreises (frei zugänglich)

Die Süddeutsche Zeitung (Samstags­ausgabe) bringt ein Interview mit Günter Rohrbach über seine Wurzeln im Journa­lismus, seine Vergan­genheit bei öffentlich-recht­lichen sendern und sein verältnis zu seiner Heimat­stadt Neunkirchen. Auf die Frage nach dem „System der Angst“ und starren Quoten-Vorgaben, unter denen viele Redak­teure litten, sagt Rohrbach: „Warum Angst? Niemand kann die Redak­teure des Fernseh­films entlassen. Ihre wirtschaft­liche und persön­liche Lebens­si­tuation ist stabil. Und wenn es Druck gibt, muss man sich wehren. Dazu ist noch nicht einmal Mut notwendig. Den brauche ich nur, wenn ich etwas riskiere. Redak­teure riskieren weder ihre Existenz noch ihren Arbeits­platz.“ Doch „bei aller Skepsis“ findet er dass das Öffentlich-Recht­liche „immer noch ein starkes Statement in unserer Gesell­schaft“ sei. „Im Vergleich mit anderen Ländern haben wir ein gutes Fernsehen. Ich sage ja nicht, dass wir das beste Fernsehen der Welt haben.“ – „Fassbinder wäre heute in keinem Sender mehr durch­zu­setzen“ (SZ vom 07.07.2012 – Medien­seite)