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RTL hat 180 Mio. € „vor allem in Programmbudgets“ gespart

Die RTL Group habe 2009 einen Spagat vollzogen: Millionen gespart und gleich­zeitig die Reich­weite gesteigert, schreibt Lutz Knappmann in den Financial Times Deutschland. Die Sender­gruppe habe die um 371 Mio. € gesenkt, allein in Deutschland hätten RTL, Vox, N-TV, Super RTL und RTL II zusammen über 180 Mio. € gespart, „vor allem in den Programm­budgets“. Was RTL-Chef Zeiler mit „intelI­igenten  Programm­ent­schei­dungen“ erklärt, beschreibe einen Trend im TV-Geschäft: „Wir haben etwas mehr Wieder­ho­lungen gesendet. Und etwas weniger Sport und Fiction." Statt­dessen füllten Dokutainment-Formate immer mehr Sendezeit, die im Vergleich zu klassi­schen fiktio­nalen Formaten „nach Branchen­an­gaben“ nur ein Viertel bis ein Drittel der Produk­ti­ons­kosten verur­sachten.

Produk­ti­ons­firmen warnen aber, der Boom preis­werter Dokutainment-Formate sei beim Sparkurs der TV-Sender „nur ein Teil der Wahrheit“, schreibt Knappmann weiter. Alle Sender hätten extrem auf die Produk­ti­ons­kosten gedrückt, heiße es in Produ­zen­ten­kreisen, was die Sender nicht bestritten: Lebens­hilfe stärkt RTL (Financial Times Deutschland vom 12.3.2010, Seite 7 – Medien; nicht online)