Allgemeines

„Rundfunkgebühr gehört auf den Prüfstand“

Die Einführung der „Haushalts­gebühr“ und die damit verbundene Abschaffung der „Geräte­gebühr“ vor fünf Jahren habe alles verändert, schreibt Hans-Peter Siebenhaar in seiner Kolumne „Der Medien­kom­missar“ im Handels­blatt. Die Bürger könnten aus Enttäu­schung aus der Kirche austreten, aber nicht mehr aus dem öffentlich-recht­lichen Rundfunk­system. Diese Ausweg­lo­sigkeit nähre „wachsenden Wider­stand“. Die Rundfunk­lenker hätten gedacht, dass sich der Unmut in allen Bevöl­ke­rungs­schichten schon wieder legen werde, aber: „Das Gegenteil ist passiert.“ Es drohe ein Flächen­brand, aus dem Rechts­po­pu­listen politi­sches Kapital schlagen wollten.

Die Haushalts­gebühr, so Siebehaar weiter, gehöre in ihrer jetzigen Form auf den Prüfstand. Sie finde nicht genügend Akzeptanz in der Gesell­schaft und passe „in ihrer Radika­lität“ zudem nicht mehr in ein Medien­zeit­alter, in dem on demand Inhalte abgerufen und bezahlt werden: Rundfunk­gebühr gehört auf den Prüfstand (frei zugänglich)