Allgemeines

Rundfunkgebührenreform bringt Einnahmeverbesserung bei ARD und ZDF

Politik, Sender, Verbände und Experten in Sachen Rundfunk­gebühr wollten die Reform, schreibt Petra Schwegler bei Werben & Verkaufen. Die gültige geräte­ab­hängige Gebühr solle durch eine pauschale Abgabe pro Haushalt ersetzt werden. Dieser Vorschlag von Verfas­sungs­rechtler Paul Kirchhof werde an diesem Mittwoch voraus­sichtlich übernommen, wenn sich am Nachmittag die Rundfunk­kom­mission der Länder zusam­men­setzt und am Donnerstag die Minis­ter­prä­si­denten über den neuen, ab 2013 gültigen Staats­vertrag abstimmen: Vor dem Gebüh­ren­gipfel: Was wird aus GEZ und Werbe­freiheit? (frei zugänglich)

Die Minis­ter­prä­si­denten wollen auch ein Sponso­ring­verbot für die Öffentlich-Recht­lichen nach 20 Uhr beschließen, schreibt Claudia Tieschky in der Süddeut­schen Zeitung. Eine Ausnahme gelte für große Sport­er­eig­nisse, die aber den Hauptteil der Sponsoring-Erlöse brächten. Dagegen verzichte man wohl vorerst auf ein völliges Werbe­verbot: „Politisch fände es derzeit eine Mehrheit, es würde jedoch die neue Abgabe gleich zu Beginn verteuern“: Jeder Haushalt muss zahlen (frei zugänglich)

Die Reform der Rundfunk­gebühr, welche die Minis­ter­prä­si­denten an diesem Donnerstag verkünden werden, bedeute, „um es nur etwas zuzuspitzen: Freibier für alle Öffentlich-Recht­lichen“, schreibt Michael Hanfeld in der Frank­furter Allge­meinen. Es komme nämlich eine Haushalts­gebühr, die alle zahlen müssen, ob sie fernsähen, Radio hörten und im Internet surften oder nicht. Das neue Modell geh von einer „Aufkom­mens­neu­tra­lität“ aus, „will heißen: Es darf nicht weniger werden“. Das werde es auch nicht, „es wird eher mehr“.

Zu den rund vierzig Millionen Haushalten, so Hanfeld weiter, kämen noch die Unter­nehmen und Betriebs­stätten. Eine Erhöhung käme zudem zustande, wenn die Sozial­träger für Hartz-IV- und Sozial­hil­fe­emp­fänger, die bislang von der Gebühr befreit sind, zahlten: Freibier war sein letztes Wort (frei zugänglich)

In der Funkkor­re­spondenz befasst sich Dietrich Schwarzkopf ausführlich mit der Zukunft der Rundfunk­fi­nan­zierung und dem der Reform zugrunde liegende Kirchhof-Gutachten: Optimierung des Systems (frei zugänglich)