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„Showgipfel“ im Zeichen des Kostendrucks

Ein paar hundert Produ­zenten, Autoren und Sender­kreative hätten sich sich am vergan­genen Wochenende zum Showgipfel in Köln getroffen, schreibt Michael Moorstedt in der Süddeut­schen Zeitung. Das Thema sei die große Schau zur Haupt­sen­dezeit nach 20 Uhr gewesen. Die Primetime-Show sei trotz Dokusoaps und Scripted Reality die Königs­dis­ziplin der Fernseh­macher. Was als Primetime-Show aller­dings läuft – öffentlich-recht­liche Klassiker wie „Wetten, dass…?“ ausge­nommen – stamme nicht aus Deutschland. Mit einer Ausnahme: „Schlag den Raab“. Stefan Raabs Brainpool-Entwicklung sei der einzige erwäh­nens­werte Export. „Was also tun?“, fragt Moorstedt. Jamie Munro, Managing Director bei Shine empfehle exzes­sives Merchan­dising, Eyeworks-CEO Paul Jackson setze auf Inhalte und sagt, Fernsehen müsse die Menschen wieder ernst nehmen: Mehr vom selben (SZ vom 3.5.2010, Medien­seite)

Beim Show-Gipfel habe der Kosten­druck im Mittel­punkt gestanden, schreibt Markus Bäcker im Kölner Stadt­an­zeiger. Demnach seien auch keine Neuig­keiten im deutschen Showge­werbe zu erwarten. RTL beende jedoch drastische Sparmaß­nahmen und bringe im Januar 2011 „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“. Dass in der Runde gerne über Vergan­genes geredet worden sei, so Bäcker weiter, könnte daran gelegen haben, „dass schlichtweg keine Neuig­keiten im deutschen Showge­werbe zu erwarten sind“. Das Geld sei so knapp, dass RTL 2 sich vor jeder Aufzeichnung Gedanken mache, ob wirklich so viele Schein­werfer nötig sind: Sparen bei den Fernseh­shows (frei zugänglich)