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Sparen beim „Tatort“: „Das geht schon ans Einge­machte“

Zum zehnjäh­rigen Münster-„Tatort“-Jubiläum gaben die Autoren Stefan Cantz und Jan Hinter dem Tages­spiegel ein Interview. Auf die Frage, wie stark die Sparbe­mü­hungen des Fernsehens die Drehbuch­au­toren einschränkten, antwortete Hinter: „Wenn neuer­dings Szenen mit unserem Serien­per­sonal, also ‚Alberich‘, Staats­an­wältin Klemm oder Thiels Vater und seiner Assis­tentin Nadeshda gestrichen werden müssen, weil deren Drehtage das Budget sprengen, geht das schon ans Einge­machte.“ Die seien das „Salz in der Suppe“, was ja auch die Zuschau­er­re­ak­tionen bewiesen. „Aber die Produ­zenten stehen unter einem gewal­tigen Druck, in deren Haut möchte ich nicht stecken.“ Cantz: „Es ist eines der größten Rätsel der Fernseh­land­schaft, warum die ARD bei den Budgets ihres erfolg­reichsten Produkts, dem „Tatort“, so knauserig ist.“ Sie unkten schon oft beim Schreiben, dass zum Beispiel Action­szenen oder Situa­tionen, in denen ein bisschen Kompar­serie benötigt wird, rausfliegen. „Und meistens haben wir recht. Die Geschichten werden immer mehr zu Kammer­spielen, weil an allen Enden und Ecken Geld fehlt.“ Proteste würden nicht helfen, sagt Jan Hinter: „Mit dem Protest ist das wie in jedem Abhän­gig­keits­ver­hältnis so eine Sache. Wenn man sich zu weit aus dem Fenster lehnt, gilt man sehr schnell als ‚schwierig‘ und riskiert seinen Job: „Jan Josef Liefers sollte gar nicht Boerne spielen“ (frei zugänglich)