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Südkorea: Verleiher experimentieren mit gleichzeitiger Kino- und VoD-Auswertung

Die Hollywood-Studios Sony Pictures Enter­tainment und Walt Disney Co. böten in Südkorea Filme über Video-on-Demand-Dienste (VoD) an, während diese noch in den dortigen Kinos laufen, berichtet Heise online. Unter­sucht werden solle damit offenbar, ob durch die frühe Verfüg­barkeit einer offizi­ellen Heimkino-Fassung die Nachfrage nach illegalen Kopien sinkt. In den USA weigern sich Kinoketten, Filme in ihre Programm aufzu­nehmen, für die ihnen nicht ein Verwer­tungs­fenster von mindestens 90 Tagen zugesi­chert werden – aus Angst, dass sich die poten­zi­ellen Kunden dafür entscheiden, die Filme lieber in den eigenen vier Wänden zu schauen. Kim Young-gi vom Korean Film Council sehe für derartige Befürch­tungen keinen Grund: Ins Kino zu gehen sei seiner Meinung nach ein kultu­relles Erlebnis, während VoD wie Fernseh­gucken sei: „Die beiden Märkte werden vonein­ander getrennt bleiben“. Kampf gegen Filmpi­ra­terie: Filme parallel im Kino und als Stream (frei zugänglich)