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Tschiller-„Tatort“ abgesagt: Produzent will nicht weiter draufzahlen

Constantin Television sei aus dem selbst mitent­wi­ckelten „Tatort“ mit Til Schweiger ausge­stiegen, schreibt Torsten Zarges bei DWDL.de und zitiert Friedrich Wildfeuer, Geschäfts­führer der Constantin Television und Produzent der ersten beiden Nick-Tschiller-„Tatorte“: „Wir bitten um Verständnis, dass wir die Gespräche mit unserem Sender­partner nicht kommen­tieren möchten.“ Grund­sätzlich sei die Herstellung eines 90-minütigen Action-TV-Films „mit den von den Sendern vorge­ge­benen Budget­zahlen immer wieder eine massive Heraus­for­derung“. Es könne durchaus vorkommen, so Wildfeuer, „dass wir unter diesen Prämissen den kalku­lierten HU und Gewinn nicht reali­sieren können.“ Constantin Television habe sich offenbar nicht mehr leisten wollen, weiter ohne Gewinn zu produ­zieren und damit de facto drauf­zu­zahlen.

Trotz des gern zitierten Flagg­schiff-Charakters häufen sich auch bei den „Tatorten“ anderer ARD-Anstalten die Klagen über zu wenig Zeit und zu wenig Geld, so Zarges weiter. Produ­zentin Kirsten Hager, die mit ihrer Hager Moss Film u.a. auch „Tatorte“ für den Bayeri­schen Rundfunk herge­stellt hat, habe auf einem Symposium der Deutschen Akademie für Fernsehen Ende September gesagt: „Auf Gage verzichtet immer zuerst der Produzent. Statt HU plus Gewinn liegt man schnell mal einige Prozent im Minus.“ Den nächsten Tschiller-Tatort“ produ­ziere nun die Berliner Firma Syrreal Enter­tainment. Deren geschäfts­füh­render Gesell­schafter sei Regisseur Christian Alvart, der schon die ersten beiden Schweiger-Einsätze insze­niert habe: Warum ein TV-Produzent vom „Tatort“ wegläuft (frei zugänglich)