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VoD-Angebote: Netflix-Gewinn „explodiert“ / Positive Watchever-Bilanz nach erstem Jahr

Für bislang knapp acht Dollar könnten Nutzer auf Netflix unbegrenzt Filme und Serien über das Internet schauen, beichtet die Süddeutsche Zeitung. Weltweit habe der Dienst bereits mehr als 44 Millionen Mitglieder, 33 Millionen davon in den USA. In Europa gebe es Netflix in Großbri­tannien, Irland, den Nieder­landen, Finnland, Dänemark, Schweden und Norwegen. „Wir planen, uns später im Jahr merklich in Europa auszu­breiten“, heiße es von Netflix – mögli­cher­weise auch in Deutschland und Frank­reich, speku­lierten Analysten schon länger: Netflix könnte bald nach Deutschland kommen (frei zugänglich)

„Der Gewinn explo­diert, neue Kunden kommen in Millionen“: Netflix habe den US-Fernseh­markt praktisch im Alleingang umgekrempelt, schreibt Axel Postinett im Handels­blatt, jetzt sei die Zeit für Deutschland reif. Der Weg in Deutschland sei frei, seit ZDF und ARD Planungen für einen gemein­samen Video-on-demand-Dienst nach Inter­ven­tionen der Aufsichts­be­hörden einstellten mussten. Wenn die deutschen Sender keine eigenen (markt­be­herr­schenden) Platt­formen aufbauen dürften, werde es für Neulinge wie Netflix oder Hulu einfacher, deutsche Inhalte wie Serien und Filme zu lizen­sieren. Einer der schärfsten Netflix-Wettbe­werber sei Amazon. In den USA sei Amazon Prime bereits ein veritabler Konkurrent im Video-Streaming-Markt. Nach Medien­in­for­ma­tionen sei der nächste Schritt bereits geplant: Amazon-Chef Jeff Bezos verhandele mit drei TV-Sendern über ein eigenes TV-Angebot: Online-Videothek Netflix wächst ungebremst (frei zugänglich)

Unter­dessen meldet Horizont.net, Amazon habe Medien­be­richte über einen angeb­lichen Einstieg ins Bezahl­fern­sehen demen­tiert. „Wir planen nicht, Lizenzen für Fernseh­kanäle aufzu­nehmen oder einen Pay-TV-Dienst anzubieten“, erklärte der E-Commerce-Riese am Mittwoch erklärt. Dabei sei ein Einstieg des Konzerns ins Bezahl­fern­sehen aus strate­gi­scher Sicht sinnvoll – und keine Überra­schung: Dementi: Amazon will nicht ins Pay-TV einsteigen (frei zugänglich)

Vor etwas mehr als einem Jahr sei im deutschen Markt­startete die Strea­ming­plattform Watchever gestartet, berichtet Video­Markt. Geschäfts­führer Stefan Schulz habe eine positive Bilanz der ersten zwölf Monate gezogen  Einem möglichen Einstieg der US-Plattform Netflix in Deutschland noch in diesem Jahr sehe Schulz gelassen entgegen: „Wir spielen schon jetzt eine führende Rolle im SVoD-Markt. Diese Position wollen wir künftig weiter ausbauen“: Watchever: „SVoD in Deutschland funktio­niert“