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Wirtschaftliche Aussichten der deutschen Produktionswirtschaft: Presseauswahl

Der deutsche Film habe Erfolg, schreibt David Gern in der Frank­furter Allge­meinen: Beim Publikum, auf Festivals und bei Preis­ver­gaben seien Produk­tionen aus Deutschland erfolg­reich wie lange nicht. Für die Produ­zenten sei jedoch „nicht alles eitel Sonnen­schein“. Die Allianz Deutscher Produ­zenten habe ihre Mitglieder zu den Aussichten befragt, die  „ein düsteres Bild“ zeich­neten: Vor allem die Zusam­men­arbeit mit den Sendern gelte als proble­ma­tisch. Fast siebzig Prozent der Produ­zenten monierten „ungenü­gende Bezahlung für gefor­derte Leistungen“. Die Produ­zen­ten­al­lianz hoffe auf bessere Verträge, die den Produ­zenten mehr Möglich­keiten bieten, selbst Gewinn zu machen: Bezahlung ungenügend (FAZ vom 09.07.2010, Nr. 156 / Seite 39 – Medien)

„It is the same old story across Europe“, heißt es bei Content Economics Research: „Broad­casters want more for less“: German producers more negative about future (frei zugänglich)

Fast die Hälfte der hiesigen Film- und Fernseh­pro­du­zenten rechne im laufenden Jahr mit sinkenden Umsätzen, schreibt Lutz Knappmann in den Financial Times Deutschland. Vor einem Jahr seien es noch 37 Prozent gewesen. Das gehe aus einer Umfrage der Produ­zen­ten­al­lianz unter ihren rund 180 Mitglieds­firmen hervor. Fast 70 Prozent nennten als Haupt­ur­sache die „ungenü­gende Bezahlung für gefor­derte Leistungen“ – also den Preis­druck der Sender.

Angesichts drama­tisch geschrumpfter Werbe­erlöse, so Knappmann weiter, hätten viele Sender seit 2008 ihre Programm­budgets zusam­men­ge­strichen. Statt auf Eigen­pro­duk­tionen setzten sie stärker auf Lizen­zware und Wieder­ho­lungen – und verlangten von Produ­zenten niedrigere Preise oder zusätz­liche Leistungen. ProSie­benSat 1 (PSS1) etwa habe die Kosten vergan­genes Jahr konzernweit um rund 220 Mio. Euro gewsenkt, Rivale RTL alleine in Deutschland um gut 180 Mio. Euro: Filmpro­du­zenten gefriert das Lächeln (FTD vom 9.7.2010, S. 8, Medien /Informationstechnologie, frei zugänglich)

„Things are looking gloomy for German producers“, schreibt Ed Meza in Variety, die Produ­zen­ten­al­lianz-Umfrage zeige, dass die Stimmung pessi­mis­tisch sei: German producers downcast (frei zugänglich)