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Youtubes neue Geschäftsbedingungen: Es geht im Kern um die Verwertung des Visuellen.

Die Video­plattform YouTube hat ihre Geschäfts­be­din­gungen verschärft Das mache klar: Youtube sei kein buntes Archiv mehr, das nebenher ein bisschen Geld verdienen müsse, sondern ein mächtiger Enter­tainment-Konzern mit einer ganzen Armee von Schein­selb­stän­digen, schreibt Jens-Christian Rabe in der Süddeut­schen Zeitung Meinungs­seite). Für Rabe sei die Plattform „ein Problem, weil es als Leitmedium der Bewusst­seins­in­dustrie der Gegenwart noch immer notorisch unter­schätzt wird.“ Unabhängig produ­zie­rende Video-Blogger hätten „der Plattform ein junges Millio­nen­pu­blikum und damit traum­hafte Werbe­um­felder verschafft.“ Und er kommen­tiert, dass es grund­legend irrtümlich sei Youtube als „digitale Fortsetzung der alten bürger­lichen Insti­tu­tionen, des Museums, des Archivs und der Bibliothek“ zu sehen. Denn diese „waren und sind urdemo­kra­tische, gemein­nützige Einrich­tungen“ Youtube dagegen ginge es im „Kern nicht mehr um die Verfüg­barkeit, sondern um die Verwertung des Visuellen“. Verwer­tungs­ma­schine (E-Paper für Abonnenten)