[Archiv] News bis 31.12.2021

ZDF-Fernsehspielchef Elschot: Medienforschung, Kostensenkung

In seinem Portrait des ZDF-Fernseh­spiel­chefs Reinhold Elschot schreibt Chris­topher Keil in der Süddeut­schen Zeitung, Elschot habe bei der Medien­for­schung ZDF-Montags-Filme auswerten lassen, die Erkennt­nisse seien „im Detail auch kurios“: Bei dem Bild „Hubschrau­berflug über Wasser und Land“ werde der Zuschauer „reinge­zogen“, bei einem Motiv „Küchen­tisch, innen“ bleibe er orien­tie­rungslos und schalte weg. Elschot glaubt, dass nach dem "Vorschau-Prinzip" in den ersten zehn Minuten ein "Versprechen" für die Handlung hinterlegt werden müsse, um Publikum zu binden. Und auch die Titel-Setzung wurde von ihm analy­siert, ideal­ty­pisch sei Mord am Meer gewesen, verbunden mit bekannten Darstellern wie Heino Ferch.

Im Sinne seines Dienst­herren achte Elschot besonders auf die Kosten, schreibt Keil weiter. So solle es nach Elschots Plänen bereits 2011 die ersten beiden „Eine Million Euro Filme“ geben. Bisher hätten durch­schnitt­liche TV-Movies 1,2 Millionen Euro gekostet. Bei einem Budget von einer Million Euro wüssten die freien Produ­zenten, was auf sie zukommt: Mit weniger Geld für Gagen, Drehtage und Ausstattung sollen sie das gleiche wie bisher liefern: Der Eine-Million-Euro-Film (SZ vom 20.4.2010, Seite 15 – Medien)