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ZDF gegen Sponsoringverbot

Bei den öffentlich-recht­lichen Sendern rege sich Wider­stand gegen die Pläne, Sponsoring ab 20 Uhr und an Wochen­enden zu verbieten, schreibt Hans-Peter Siebenhaar im Handels­blatt. Das ZDF lehne ein Verbot von Sponsoring ab 20 Uhr rundweg ab und weise darauf hin, dass sich Studien zufolge die Zuschauer nicht durch Sponsoring gestört fühlten und die Gebüh­ren­zahler entlas­teten. Für den Fall eines Sponsoring-Verbots  fordere das ZDF, die Verluste durch eine entspre­chende Gebüh­ren­er­höhung auszu­gleichen. Die ARD sei zurück­hal­tender: „Wir haben uns mit dem Thema noch nicht beschäftigt“, zitiert das Handels­blatt einen Sprecher des ARD-Vorsit­zenden und SWR-Inten­danten Peter Boudgoust: Bundesliga sucht nach neuem Ärmel-Sponsor (frei zugänglich)

Während die privaten Sender durch Krise und Werbe­ein­brüche geschwächt sind, werde der öffentlich-recht­liche Rundfunk immer stärker und dominanter, schreibt Wilfried Urbe im Kölner Stadt­an­zeiger. Die private Konkurrenz sei durch Krise und Werbe­ein­bruch finan­ziell abgehängt, während die Gebüh­ren­gelder weiter sprudelten. Doch die Kritik werde wird immer lauter, zuletzt auf dem Symposium der Direk­to­ren­kon­ferenz der Landes­me­di­en­an­stalten in Berlin: Die Aktien fallen (frei zugänglich)

Unter­dessen meldet die Süddeutsche Zeitung, der Vorsit­zende der opposi­tio­nellen briti­schen Tories, David Cameron, wolle die Höhe der Rundfunk­gebühr für die BBC für ein Jahr „einfrieren“. Öffent­liche Einrich­tungen sollten in der Krise ein gutes Beispiel sein. Die britische Rundfunk­gebühr soll im April von 139,50 auf 142,50 Pfund (rund 154,50 Euro) pro Jahr erhöht werden: Gebüh­ren­pause? (SZ vom 17.3.2009, Seite 17 – Medien)