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ZDF-Intendant Thomas Bellut im Gespräch: „Fiction ist zwar der größte Kostenblock, aber auch zentral für den Erfolg der ZDF-Gruppe“

ZDF-Intendant Thomas Bellut im Gespräch mit Hans-Jürgen Jakobs im Handels­blatt zur Rundfunk­gebühr: "Unsere Losung ist: den Ball flach halten! Vorsichtig sein! Wir müssen die Akzeptanz der Beitrags­zahler immer wieder neu erkämpfen."
Und weiter ein Auszug: "Fiction ist zwar der größte Kosten­block, aber auch zentral für den Erfolg der ZDF-Gruppe. Jede Reduktion träfe die deutsche Produ­zen­ten­land­schaft. Und vergessen Sie nicht, dass wir viele Millionen Euro im Jahr für Dinge ausgeben, mit denen sich zum Beispiel RTL überhaupt nicht beschäf­tigen muss: für die Übertragung von Feier­stunden, Filmför­derung, regionale Produk­tionen und vieles mehr."
Zu der Frage, wie er noch mehr sparen könne erläutert der Intendant: "Noch mehr sparen heißt aber: tief ins Programm schneiden. Wir sind an Grenzen angekommen."
Und zur der Frage der Zukunft des Internets erläutert er: "Wir müssen langsam Kapazi­täten vom klassi­schen Fernsehen ins Netz verlagern. Da wird 2018 ein wichtiges Thema. Wir brauchen eine Info-Offensive. Dabei gilt: Wo ich etwas aufbaue, muss ich anderswo etwas lassen. Es bekümmert mich, dass wir derzeit die Online-Redak­tionen von „heute“ und „heute-Journal“ nicht verstärken können. Auf Dauer müssen wir auch mit unseren Nachrich­ten­filmen im Netz attraktiv sein. Das ist eine Frage von Sein oder Nicht-Sein. Und es ist wichtig, dass die Filme auf unserer Mediathek länger als bisher zu sehen sind." „Die goldenen Zeiten sind vorbei“

(nicht frei zugänglich / Interview nur im Premi­um­be­reich auf www.handelsblatt.de online lesbar / Interview vom 9.1.2018)