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ZDF: Vetternwirtschaft

Der öffentlich-recht­liche Rundfunk habe einen neuen Drehbuch-Skandal, schreibt Kurt Sagatz im Tages­spiegel: Eine leitende Redak­teurin des ZDF, die unter anderem für die Krimi­serien „Der Alte“, „Siska“, „Küsten­wache“ und „Ein Fall für Zwei“ zuständig gewesen sei, habe dem Mainzer Sender Drehbücher ihres Ehemanns unter­ge­schoben. Wegen Vettern­wirt­schaft habe sich der Sender inzwi­schen von ihr getrennt. „Wir können bestä­tigen, dass bereits vor einigen Jahren drei Drehbücher des Ehemannes unter Pseudonym verfasst wurden, ohne dass dies dem ZDF offen­gelegt wurde. Daraufhin haben sich beide Seiten vor einigen Monaten im gegen­sei­tigen Einver­nehmen getrennt“, habe der Sender dem Tages­spiegel mitge­teilt: Vettern­wirt­schaft im ZDF (frei zugänglich)

Der Fall erinnere an die spekta­kuläre Geschichte der einstigen NDR-Fernseh­spiel­chefin Doris Heinze, schreibt Michael Hanfeld in der Frank­furter Allge­meinen: Das ZDF trenne sich von einer leitenden Redak­teurin, deren Ehemann unter Pseudonym Drehbücher geschrieben habe. Schaden für den Sender sei nicht entstanden, heiße es in Mainz: Skandal im ZDF – Drehbücher vom Ehemann (frei zugänglich)