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Zukunft des SRF, des größten elektronischen Medienhaus der Deutschschweiz, unter der neuen Direktorin Nathalie Wappler ab dem Frühjahr 2019

Im kommenden Frühjahr wird Nathalie Wappler die Nachfolge von SRF-Direktor Ruedi Matter antreten. Wie sie sich die Zukunft des Unter­nehmens vorstellt, erzählt sie im 20Min. Interview: «Wir müssen ein Programm machen, das infor­miert, aber nicht polari­siert. Wir müssen keinen Meinungs­jour­na­lismus machen», sagte die 50-Jährige. … «Wenn wir in einem Beitrag einen Politiker zu Wort kommen lassen und wenn der Journalist dann den Eindruck erweckt, er wisse es besser, provo­ziert das einen Vertrau­ens­verlust.» Journa­listen müssten sich am Riemen reissen, dass sie nicht einfach Klischees des Typs «SVP gleich Stumpen­raucher» bedienen würden. Die Unter­haltung des Service public dürfe auf keinen Fall menschen­ver­achtend oder voyeu­ris­tisch sein. Und in der Infor­mation solle nicht skanda­li­siert werden. «Ich will auch künftig keine reisse­ri­schen Titel, damit es möglichst viele Clicks gibt», sagte die langjährige TV-Redak­torin und frühere SRF-Kultur­chefin. Der Recherche will sie mehr Platz geben.
Wappler kündigte weiter an, künftig mit privaten Medien und Verlegern zusam­men­ar­beiten zu wollen. Ihr schweben gemeinsame Journa­lis­ten­pools in den Regionen vor, über die kleine Redak­tionen das Knowhow von SRF anzapfen dürften. «Die BBC hat mit Regio­nal­medien ein Netzwerk von Lokal­jour­na­listen erstellt, auf das kleinere Redak­tionen zurück­greifen können. So stärkte sie den Lokal­jour­na­lismus.» … Stärken will Wappler die Kultur: Sie werde diese keinem Quoten­druck aussetzen. «Unsere Beiträge müssen auf Youtube nicht 16 Millionen Mal angeschaut werden. Vielmehr möchte ich eine Methode finden, mit der man Relevanz messen kann.» Kultur­bei­träge würden oft über die Zeit eine respek­table Reich­weite erhalten.  SRF soll nur noch abbilden statt bewerten

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Neue Zürcher Zeitung: Im ersten grossen Interview seit ihrer Wahl sagt Nathalie Wappler, dass ihre Sender auf Meinungs­jour­na­lismus verzichten sollen. Weiter will sie Kultur stärken und mit den Verlegern koope­rieren. Die neue SRF-Chefin: «Der andere könnte recht haben»

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